Schon im Jahre 1932 hatte sich der Kommandeur des Lehrstabes 111 (getarnter Aufbau der Flakartillerie) und spätere Inspekteur der Flakartillerie, Oberst Günther Rudel, in einer Denkschrift an das Heereswaffenamt für die Schaffung von Flakraketen eingesetzt. Erst im Jahre 1935 befaßte man sich dann intensiver mit der Verwendung von Pulverraketen, worauf es 1937 zur Ausarbeitung erster umfassender Studien kam. Allerdings dauerte es bis 1939, ehe realistische Grundüberlegungen im Bereich von Flakraketen, als wirkliche Verbesserung der bisherigen Rohrwaffenflak, herangereift waren. Bereits im Sommer 1941 planten Oberst Walter Dornberger und Dr. Wernher von Braun eine verkleinerte Ausführung der A4 als Flakrakete. Bis zum 29.10.1941 konnten die ersten konkreten Planungsergebnisse vorgelegt werden. In der Person von Generalmajor Walther von Axthelm, dem Kommandierenden General des 1. Flakkorps, hatte die Flakrakete zwar einen wichtigen Fürsprecher, doch die zu erwartenden technischen Schwierigkeiten blieben auch ihm weitgehend verborgen. Die durchaus fortschrittlichen Ideen wurden im Dezember 1941 vom Reichsmarschall Hermann Göring abgelehnt, da er seine Jagdgeschwader und bislang verfügbare Rohrwaffenflak für die Luftverteidigung als völlig ausreichend betrachtete.